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Zwischen hoffen und bangen

Welche Zukunft wartet auf unseren Sohn?

Eine neue Folge von “Du bist Ozeankind”. Debby & Matthias haben wir vor gut einem Jahr in Malaysia kennengelernt. Heute sind sie zu dritt. Komm mit in Ihre Erfahrungen und die belastende Frage, die wohl viele Eltern teilen: “Wie wird die Welt für meine Kinder zukünftig aussehen?”

Wir sind Matthias, Debby und Luk

Wir als Familie haben eine starke Verbindung zum Meer, denn Matthias und ich haben uns an der Ostsee kennengelernt und Luk ist dort zur Welt gekommen. Darüber, dass uns die Ostsee auf den ersten Blick nicht die Wahrheit über den Zustand der Meere zeigt, haben wir vor der Reise nicht so wirklich nachgedacht, denn man lag ja meist an einem sauberen Strand und badete im sauberen Wasser. 

Aufbruch nach Asien

Als Matthias und ich im September 2017 nach Asien aufbrachen, waren wir noch zu Zweit. Es war unsere erste Reise außerhalb von Europa. Neben all dem Neuen, dem Staunen und Aufsaugen der für uns fremden Kulturen und Landschaften, waren wir schockiert über die Ausmaße der Umweltverschmutzung.

In Thailand haben wir dann von meiner Schwangerschaft erfahren und seitdem haben wir nochmal einen anderen Blick auf diese Katastrophe, denn es kam immer wieder der Gedanke hoch wie die Erde in der Zukunft unseres Kindes wohl aussehen mag. Wir verzogen uns wegen meiner Schwangerschaftsübelkeit auf den malayischen Teil der Insel Borneo, abgeschieden von all dem Lärm und Gerüchen der asiatischen Städte. Wir wohnten für 1 1/2 Monate in einer kleinen Hütte fast direkt am Meer, in einem Ort, der Touristen nur sehr selten zu Auge bekam.

Überall Müll

Der Strand war auf den ersten Blick traumhaft schön: Kokospalmen, hohe Wellen, türkisblaues Meer, weicher Sand, Muscheln…Müll…kaum zu glauben: Jetzt dachten wir weit ab vom Tourismus mal auf unbeschmutzte Natur zu treffen und dann stolperten wir hier evenso über Strohhalme, Dosen, Plastiktüten und – flaschen, Windeln und Fischernetze am Strand.

Ein paar Tage zuvor hatte ich Ozeankind bei Instagram gefunden und gelesen, dass sie zu einem weltweiten Clean Up aufrufen. Das kam wie gerufen: wir organisierten ein paar Mülltüten und sammelten drauf los. Wir merkten bald, dass das Müllsammeln nicht nur physisch irgendwann anstrengend wurde, nein vor allem auch psychisch. Denn jedes gefundene Plastikteil machte uns nur noch trauriger und auch irgendwie wütender. Vor allem die Tatsache, dass wir wussten wir können hier eh nicht alles beseitigen…dennoch waren wir nach einem Dutzend gefüllten Müllsäcken stolz auf uns. 

Zum zweiten Clean-Up waren wir gerade auf Penang und hatten das Glück zum gleichen Zeitpunkt wie Ozeankind in Georgtown zu sein. Und so befreiten wir gemeinsam einen kleinen Strandabschnitt vom Müll. Nach einigen vergossenen Schweißperlen und vollen Müllsäcken gönnten wir uns veganes Sushi und redeten über Gott und die Welt.

Unser Leben im Camper

Wenige Monate nach Luks Geburt sind wir nun nach Afrika, genauer gesagt Marokko aufgebrochen. Diesmal haben wir uns mit dem Wohnmobil auf den Weg gemacht. Hier erleben wir ebenso ein Auf und Ab der Gefühle: einerseits staunen wir über die Schönheit dieser Erde, andererseits sind wir erschüttert über die Menschheit, welche sich ihr eigenes Glück verbaut. 

Wir sind auch irgendwie froh durch das Reisen die Wahrheit über den Zustand der Erde hautnah erleben zu dürfen, so schmerzhaft das auch ist, denn dadurch können wir die Augen nicht mehr verschließen.

Wir versuchen uns stetig Stück für Stück zu bessern: Alternativen zum Plastik zu finden, mehr regional einzukaufen und Bewusstsein zu schaffen. Wir sind stolz über jede neu gefundene Möglichkeit auf Plastik in einem Bereich zu verzichten, aber auch oft enttäuscht wenn wir merken, wie abhängig wir doch von dem Zeug sind.

Wir sind froh über jeden kleinen Hoffnungsschimmer und danken Ozeankind für ihre wertvolle Arbeit 💚.

Wenn Du diese tolle Familie auf Ihren Reisen begleiten möchtest, dann schau auf dem Instagram Kanal vorbei.

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