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Abtauchen – Stille. Über meine unendliche Liebe zum Meer

Meine unendliche Liebe zum Meer.

Heute kommt Ramona zu Wort. Sie ist eine leidenschaftliche Taucherin, die eine unendliche Liebe zum Meer empfindet. Tauche jetzt mit ihr zusammen ab. Viel Spaß mit einer neuen Folge von Du bist Ozeankind.

Liebe Ozeankinder und Plastikrebellen,

mein Name ist Ramona und ich teile fast täglich meine Impressionen als Tauch-„Influencerin“ in Instagram unter dem Synonym „Under_Water_Love“. Wie der Name es schon sagt liebe ich das Wasser. Und das in jeder Weise. Seit 12 Jahren tauche ich in den Ozeanen dieser Welt ab und seit circa 5 Jahren habe ich immer eine Kamera dabei.

Oft habe ich sehr viel Glück und tauche an Orten, die nicht so vermüllt sind oder Poseidon meint es gut mit mir und schickt mir eine günstige Strömung für ein gutes Bild und einen schönen Tauchgang. Natürlich gelingt das aber nicht immer. Denn das Problem in den Weltmeeren, was uns allen ja mehr als bekannt ist, ist größer als wir alle erahnen.

Manchmal kann ich es kaum ertragen

Wenn es um die Umwelt-, den Natur- und Tierschutz geht, ist mein Empfinden sehr sensibel. Viele wütende Momente habe ich durchlebt, Tränen vergossen beim Anblick von den Bildern und Dokumentationen über Müll, Geisterfischernetze, in denen sich Tiere verfangen und elendig ersticken, gestrandete verhungerte Wale mit Plastikbergen im Bauch, und oft musste ich auch ausschalten und die Bilder auf Social Media-Kanälen blockieren. Sehr oft frage ich mich, was der Mensch eigentlich glaubt, wer er ist. Die Liste ist schier unendlich. Umso mehr lag und liegt es mir am Herzen, auch schöne Momente unter Wasser zu teilen, doch ist es ist nicht mehr so einfach, die Augen vor der Realität zu verschließen.

Manchmal habe ich so viel nachgedacht, dass ich glaubte, mein Kopf würde beginnen zu brennen und ich kann es nicht mehr ertragen. Egal, ob im Meer, am See, vor meiner Haustür: Wirklich überall benimmt sich die Spezies Mensch wie ein… Ja wie ein was denn? Andere Lebewesen und Spezies machen so etwas wie der Mensch ja nicht.

All das kann einen ganz schön verrückt machen, wenn man kein Ventil findet, um diesen Druck wieder rauszulassen. Mein Ventil ist das Freediving, dem Tauchen mit einem Atemzug. Ich lerne dadurch los zu lassen. Und die Stille im Wasser gibt mir Kraft. Und es ist deutlich stiller als beim Scuba-Diving. Je mehr ich los lasse und je leiser es in meinem Kopf ist, desto länger kann ich unter Wasser bleiben. Das ist eine gute Motivation.

In der Ruhe liegt die Kraft

Und dieses Lebensgefühl transportiere ich auch wann immer es geht in meinen Alltag über Wasser. Es ist alles eine Einstellungssache. Anstatt zu schimpfen oder mich aufzuregen, wie blöd sich so mancher Mensch benimmt, freue ich mich heute mehr über jeden einzelnen, der etwas Gutes für die Umwelt tut. Ich bin unglaublich dankbar, wie viele Menschen genauso denken wie ich und etwas bewegen. Wie viele großartige Projekte gerade durchstarten.

Wie auf dieser Seite zum Beispiel. Das gibt einfach viel mehr positive und gute Energie. Wenn ich Müll sehe, hebe ich ihn auf. Und es ist mir egal, was andere Menschen über mich denken, wenn ich das tue. Ozeankind hat mich da stärker gemacht als ich es vorher war.

Einfach mal machen!

Im Alltag versuche ich natürlich auch mein Bestes: Ich kaufe so viel wie möglich an Lebensmitteln beim Bauern und auf dem Wochenmarkt ohne Verpackung. Regional und frisch. Und immer nur so viel wie ich tragen kann. Ich werfe so gut wie keine Lebensmittel mehr weg. Früher war das tatsächlich anders. Auf Fleisch und Fisch verzichte ich fast gänzlich. Mein Essverhalten ist so ziemlich vegetarisch und vegan. Im Supermarkt achte ich darauf, möglichst Produkte ohne oder mit wenig Plastik zu kaufen. Mein Mineralwasser kommt aus der Leitung und meine Reinigungsmittel beschränken sich auf Essig und mikroplastikfreie Produkte. Meine Kosmetik ist vegan, ich fahre viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder und unterstütze finanziell monatlich ganz viele Meeres- und Umweltschutzorganisationen in ihrem Tun.

Unsere Welt ändert sich – ich habe Hoffnung!

Ich allein kann die Welt nicht retten, aber zusammen können wir ganz schön viel bewegen, aufklären und handeln. Auf vielen Social-Media-Kanälen bekomme ich mit, dass weltweit ein Umdenken stattfindet und meine Hoffnung wächst, dass wir alle gemeinsam etwas ändern können.

Ich habe nicht gezählt, aber so viele Clean-Up-Aktionen wie dieses Jahr habe ich in den Jahren zuvor nicht erlebt. In jedem Land, auf jeder Insel: Überall sind Ozeankinder und Plastikrebellen unterwegs (natürlich mit anderen Namen) und es werden immer mehr. Das gibt mir viel Kraft, einfach weiterzumachen und ich bin unendlich dankbar! Schön, dass es Euch gibt!

 

 

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