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Plastikmüll –  was kann ich tun

So kannst Du Plastikmüll ganz einfach vermeiden.

Gefühlt ist das Wort Plastikmüll zum Wort des Jahres 2018 gewählt worden. Überall hat man es gelesen. Plastikmüll in der Karibik, in Asien, im Meer vor Bali, gefunden in Mägen von gestrandeten Walen. Doch was kannst Du ändern um Plastikmüll zu vermeiden? Wo fängt man da am besten an? Ist es alltagstauglich und leicht umzusetzen?

Unser erster Rat: Nicht bekloppt machen. Du musst nicht gleich ein radikaler Verfächter des Zero-Waste Lifestyles werden und auch nicht jedes Produkt welches aus Kunststoff ist, aus deinem Haushalt verbannen oder gar wegschmeißen. Das wäre nicht unbedingt nachhaltig und der Müllberg würde auch dadurch nicht kleiner werden. Besser wäre es, wenn wir die Plastikprodukte, die wir bereits besitzen so lange wie möglich verwenden, reparieren und danach (wenn möglich) upcyclen.

Wir möchten Dir mit diesem Beitrag helfen, den eignen Plastikkonsum zu reduzieren. Es macht vor allem dort Sinn, wo die aufwändig produzierten Kunststoffe nur kurz in Gebrauch sind oder eben gesundheitlich bedenkliche Stoffe abgeben. Denn Plastikmüll reduzieren hat gleich mehrere Vorteile.

Erste Schritte.

  1. Verzichte auf alle Plastiktüten beim Einkauf. Auch die für Obst & Gemüse. Nehme stattdessen einen Stoffbeutel, einen Korb oder Rucksack mit. Am einfachsten ist es, wenn Du einen Beutel immer in der Handtasche oder im Auto hast, somit gerätst Du nicht “in Versuchung”. Übrigens… Mehrweg-Plastiktüten gehen natürlich auch.
  2. Trinke Leitungswasser. Wenn Du gern Mineralwasser trinkst lohnt die Überlegung in einen professionellen Sprudler.
  3. Kaufe Getränke am besten in Glas oder Mehrweg-Flaschen.
  4. Unverpackt einkaufen. Ja, das geht auch im “normalen” Supermarkt. Hier erfährts du wie genau. Wenn Du sogar einen Unverpackt-Laden in der Nähe hast oder einen Wochenmarkt, probiere es aus. Wir haben uns einen Mix angewöhnt. Denn nicht jeder Geldbeutel kann alles auf den Wochenarkt oder im Unverpackt Laden kaufen.
  5. Wähle Alternativen zur Plastikverpackung. Vieles gibt es in Glas, Papier oder in der Konserve. Ja, Konserven sind jetzt auch nicht 100% gesundheitsförderlich, aber immerhin besser zu recyceln als Plastikverpackungen. 😉
  6. Nutze wiederverwendbare Verpackungen. Ja, auch die berühmte “Tupper” Dose kann beim Einkauf genutzt werden. Sonst natürlich auch die leeren Schraubgläser.
  7. Sag nein zum Plastikstrohhalm. Nutze Alternativen zum wiederverwenden aus Glas oder Metall.
  8. Nutze deinen eignen Coffee-to-go Becher
  9. Für unterwegs nutze eine eigene Trinkflasche, gern auch aus Edelstahl oder Glas. Vielleicht kennst du auch Refill Deutschland? Hier kannst du kostenlos Deine Flasche auffüllen lassen.
  10. Checke Deine Kosmetik & Pflegeprodukte auf Mikroplastik. Du glaubst gar nicht wie viele schädliche Stoffe wir uns tagtäglich auf unsere Haut schmieren und ins Abwasser spülen. Wenn du mehr dazu wissen willst, bitte klicken. Es gibt fürs Handy eine App (CODECHECK), damit kannst du in kurzer Zeit deine Produkte im Bad abscannen und weißt gleich was du in Zukunft besser nicht kaufen solltest.

Das sind quasi die 10 Einsteiger Tipps, die keinem weh tun, die im Alltag leicht umzusetzen sind und die auch noch Geld sparen. Wenn Du bereits viele oder sogar alle dieser Punkte verinnerlicht hast, dann kommen jetzt noch mehr Anregungen um Plastikmüll zu vermeiden & generell nachhaltiger durch die Welt zu gehen.

Du willst noch mehr Tipps?

Ok. Kein Problem. Für alle die noch mehr tun möchten, weniger Plastikmüll produzieren und generell nachhaltiger Leben wollen.

  1. Tauschen, oder leihen statt neu kaufen. Bevor wir dem Drang nachgeben ein bestimmtes Produkt kaufen “zu müssen” , frag doch mal in deinem Freundes & Bekanntenkreis nach. Das spart Ressourcen und Müll.
  2.  Brot vom Bäcker kaufen. Und in einen eigenen Stoffbeutel oder Papiertüte packen.
  3. loses Obst und Gemüse in Stoffbeuteln transportieren
  4. Schwämme & Spüllappen ohne Plastik. Du kannst dir auch selbst welche basteln oder z.B. hier einen Schwamm aus Luffa kaufen
  5. Spülbürste aus Holz
  6. Müllbeutel aus Zeitungspapier selbst basteln. Gerade für den Bio-Müll eignet sich das oder für den Restmüll, da dieser eh verbrannt wird. Es gibt dutzende DIY Anleitungen im Internet dazu.
  7. Wenn wir schon beim selber machen sind, natürlich kannst du sämtliche Reinigungsmittel & Pflegemittel auch selbst herstellen. Diese Webseite hat viele nützliche Tipps & Anleitungen.
  8. Verzichte auf Einweggeschirr und Besteck auf Partys oder beim Grillen.
  9. kaufe waschbare Servietten und Taschentücher.
  10. Sammle Müll. Nehme an CleanUps teil. Werde ein Plastikrebell.
  11. Wenn Du Mama oder Papa bist, wechsel zu Stoffwindeln. Mit Stoffwindeln vermeidet man pro Wickelzeit und Kind über 1 Tonne Müll.
  12. Zum Abschminken gibt es wiederverwendbare Pads. Einfach in die Suchmaschine deiner Wahl eingeben oder aus Stoffresten selbst nähen.
  13. Als Alternative zum Plastikrasierer gibt es den Rasierhobel aus Edelstahl. Ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, geht aber auch.
  14. Anstelle der Binden und Tampons kannst du zur Menstruationstasse greifen oder waschbare Stoffbinden nutzen. Das lohnt sich in jedem Fall: 10.000 – 17.000 Tampons bzw. Binden verbraucht eine Frau in ihrem Leben.Krass oder? Wieviel Müll und wieviel Geld du sparen kannst. 🙂
  15. feste Seife & Shampoo nutzen. Am besten natürlich ohne Mikroplastik und sonstige Schadstoffe für Dich und die Natur. Wir nutzen & lieben den Duschbrocken. Aber es gibt auch andere tolle Seifenmanufakturen, wie zB. Savion
  16. Essen in Schraubgläsern einfrieren. Das funktioniert herforragend.
  17. Wattestäbchen aus 100% Baumwolle kaufen  (gibt es auch in den bekannten Drogerien) oder eben Wiederwendbare nutzen.
  18. Eis in der Waffel kaufen und auf denn plastikbeschichteten Becher & Löffel verzichten.
  19. Sag nein zu Kaffekapseln und Kaffepads. Es gibt mittlerweile wiederverwendbare Alternativen.
  20. Kaufe wiederaufladbare Batterien.
  21. Verzichte auf Produktproben. Das ist meist nur unnötiger Müll.
  22. Eine tolle Alternative zum Plastik-Klebeband ist ein Klebeband aus Papier. Auch wir versenden unsere Produkte plastikfrei
  23. Reparieren statt wegwerfen. In unsere Wegwerfgesellschaft ist das leider in Vergessenheit geraten. Um unsete bleibenden Ressourcen zu erhalten und die Mülberge aller Art nicht weiter wachsen zu lassen ist das doch eine tolle Möglichkeit.
  24. Vermeide Kleidung aus/mit (100%) Kunstfasern (Polyester, Polyacryl, Polyamid, Elasthan, Acetat). Kaufe stattdessen Kleidung aus Naturfasern (Baumwolle, Leinen, Hanf, Seide, Wolle) ioder auch halbsynthetische Fasern (Viskose, Modal, Tencel, Lyocell)
  25. steige um auf Bambuszahnbürsten mit Naturborsten (z.B. Hydrophil) oder nutze nachhaltige elektische Zahnbürsten (z.B HappyBrush)
  26. Genrell kann man im Bad auch die Zahnseide und die Zahnpasta auswecheln. Es gibt feste Zahnpasta, Drops und plastikfreie Zahnseide.
  27. Küchenhelfer bzw. Kleingeräte aus Holz (Schneidebrett etc.)
  28. selber kochen. Klingt ganz banal, vermeidet aber viel Müll. Und ist dazu auch noch gesünder 😉
  29. BabySchnuller aus Kautschuk
  30. Statt Frischhaltefolie nutze (Bienen)Wachstücher, die kann man reinigen & wiederverwenden.
  31. Lass Produkte, die doppelt und dreifach verpackt sind im Regal. Und meide Kleinstpackungen.
  32. Du möchtest eine Party feiern? Mit Konfetti? Wie wäre es mit natürlichem Konfetti? Sammle Blätter und nutze alte Unterlagen und verwandel es mit dem Locher in Konfetti.
  33. Nutzt Du einen Drucker? Infomiere Dich wo du die Druckerpatrone wieder auffüllen lassen kannst.
  34. Mittlerweile gibt es auch Toilettenpapier ohne Plastikverpackung. Entweder im Unervpackt Laden oder online aus Bambus. Natürlich kannst du auch gkeich eine WC Brause nutzen, dann entsteht gar kein Müll. 😉
  35. Liebst du Deko in Deinen 4 Wänden? Wie wäre es wenn du Dinge die du besitzt upcyclest oder natürliche Deko verwendest.

Nur nichts überstürzen.

Puhhh… das war jetzt ganz schon viel Input. Wir hoffen für Dich waren einige neue Dinge dabei, um Plastikmüll oder generell Müll zu vermeiden.

Noch ein kleines Abschlusswort:

Lass Dich nicht von der Fülle an “toDos” erschlagen, Du musst nicht alles umsetzen. Jedes bisschen hilft. Alles Schritt für Schritt. Veränderung darf Spaß machen.

Wenn Du Dich mit Gleichgesinnten austauschen & gegenseitig motivieren möchtest. Wir freuen uns auf Dich in unserer Facebook Gruppe.

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