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Plastikfrei einkaufen – Plastikmüll vermeiden

Kann man plastikfrei einkaufen und so Plastikmüll vermeiden?

Was bedeutet das? Geht das überhaupt? Wo kann ich in Deutschland tatsächlich plastikfrei einkaufen? Das werde ich heute näher beleuchten und Dir ein paar Anregungen geben. Denn schon beim täglichen Einkauf kann man schon eine Menge richtig machen. Ganz ehrlich, mir geht es oft nach dem Einkauf folgendermaßen: Da kaufst du viel Obst und Gemüse im Supermarkt oder beim Discounter ein und beim Auspacken zu Hause: ein Berg aus Verpackungsmüll. Es macht mich wütend und traurig zugleich.

Aber was passiert mit dem Plastik, das ich gleich in die gelbe Tonne schmeiße? Warum muss jede Gurke, jede Obstsorte, obwohl sie eine Schale hat (das hat die Natur schon clever gemacht) doppelt verpackt sein?

Die Industrie und der Handel haben eigene Sorgen. Die zum Verkauf angebotenen Produkte müssen verschiedene Anforderungen erfüllen:

  • Schutz vor Beschädigungen und Umwelteinflüssen
  • schadensfreier Transport
  • Standfestigkeit damit sie sich gut stapeln lassen.
  • wenig Gewicht, um die Transportkosten gering zu halten
  • Werbefläche
  • Recyclingfähigkeit

Zusätzlich gibt es zum Schutz der Verbraucher, also uns, ziemlich viele Vorschriften die eingehalten werden müssen. Wenn Du tiefer einsteigen möchtest hat der Verbraucherschutz einiges zur Verfügung gestellt.

Polyethylenterephthalat (PET) – ein großes Problem

Zurück zum meinem Müllberg auf der Küchentheke. Das meiste besteht aus Polyethylenterephthalat (PET).
PET gehört zu der Polyesterfamilie. Du findest es als Ein- und Mehrwegflaschen, die Umverpackungen für Getränkedosen, all das frische Obst und Gemüse ist darin eingewickelt, Schalen oder Becher für Fertiggerichte sind auch mit von der Partie.

Na gut, die PET Einwegflaschen machen mir am wenigsten Sorgen, denn dafür gibt es ja seit 2003 die Pfandpflicht und die tollen Automaten in Rewe, Aldi und Co. Alles was wir in das oft sinkende, versiffte Loch stecken wird recycelt. Oder?

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Also, Werte-Bon geschnappt und mit einem guten Gefühl weiter. Hab ich somit nie weiter hinterfragt. Bis jetzt.
Der Konsum von Einweg-Plastikflaschen und Aluminiumdosen ist gestiegen. So war das sicherlich nicht gedacht.
Wiederverwendbare Glas- und PET-Mehrwegverpackungen wurden dagegen innerhalb von zehn Jahren weniger gekauft.

Wusstest du, dass nur ein Viertel der PET-Flaschen wieder zu neuen Getränkeflaschen wird?

Aus dem allergrößten Teil der Flaschen werden andere, Plastikprodukte hergestellt, wie Fasern, oder Folienprodukte. Wo wir auf ein anderes Problem stoßen: Mikroplastik. So wirklich gut ist das Ganze auch nicht.

Warum plastikfrei einkaufen?

Es ist besser für die Umwelt, für die Meere und oft sparst du damit auch noch Geld. Wie du weißt ist der Rohstoff für Plastik Erdöl. Abgesehen davon, dass wir Alternativen zu fossilen Brennstoffen suchen müssen, ist die Gewinnung selbst ein schmutziger Prozess. Sobald Plastik in die Umwelt gelangt und eben nicht recycelt wird, wird es übel. Nein, es ist bereits jetzt schon kein schöner Anblick. ☹
Plastik verrottet nicht, es dauert mehrere hundert Jahre bis es zersetzt ist. Selbst dann schwimmen immer noch Abermillionen Mikroplastikteilchen im Meer. Das gefährdet die Lebewesen im Wasser und an Land. Schlussendlich schaden wir uns selbst.
Checkliste:

  • Jute / Stoffbeutel mitnehmen
  • Glas Verpackungen bevorzugen
  • loses Obst & Gemüse kaufen
  • Brot beim Bäcker holen, dafür eignet sich die Naturtasche
  • Frischetheke statt Kühlregal, mit eigenen Behältern
  • Selbstkochen statt Fertiggerichte

Noch mehr Tipps um ein OZEANKIND zu werden findest du in unserem Newsletter – Anmeldung direkt auf der Startseite.

Was kannst Du also tun um den Plastikberg zu vermeiden?

Zu allererst bitten wir Dich,  Jute – oder Stoffbeutel zu benutzen. Wenn Du uns unterstützen möchtest, kannst Du in unserem Shop unseren Beutel aus Bio-Baumwolle kaufen.

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist als weltweit führender Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern anerkannt. Auf hohem Niveau definiert er umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette. Gleichzeitig sind auch die einzuhaltenden Sozialkriterien festgelegt. Die Qualitätssicherung erfolgt durch eine unabhängige Zertifizierung der gesamten Textillieferkette. (Quelle: global-standard.org)

Jetzt musst Du ab sofort nicht nur auf dem Wochenmarkt einkaufen. Du kannst weiterhin zum Lieblings-Supermarkt oder Discounter um die Ecke. Halte die Augen auf und suche nach Papier und Glasverpackungen sowie losem Obst & Gemüse.

Selbst an der Frischetheke für Käse & Co. ist es möglich, Lebensmittel in die Boxen abgefüllt zu bekommen. Die mitgebrachten Behälter müssen dafür auf der Theke stehen bleiben. Trau Dich nachzufragen! Ein eindeutiges Verbot gibt es nämlich nicht. Oft verwehren Supermärkte dies eher aus Unsicherheit und Angst vor den lokalen Gesundheits- und Veterinärämtern.

Übrigens, du kannst generell alle Verpackungen im Laden entsorgen. Direkt nach dem bezahlen. Der Handel ist angehalten die Verpackungen entgegen zu nehmen. Wenn viele Menschen das Angebot nutzen, können wir ein Zeichen setzen.

Ein weiterer Trend, den wir sehr begrüßen, sind die „unverpackt“ Läden, von denen es immer mehr gibt. Übersicht 

 

 

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