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Plastik in Kosmetik – Mikroplastik

Gefährliches Mikroplastik auf der Haut.

Was wissen wir eigentlich über die ganzen Produkte, die sich viele Menschen Tag für Tag auf die Haut schmieren?
Außer das die Werbung uns glaubhaft verkauft, dass wir damit schöner, faltenfreier aussehen und gleichzeitig glücklicher werden. Doch über Plastik in Kosmetik spricht kaum einer.

Ich wusste bis vor einigen Jahren nix. Ich habe liebend gern die Produkte von Nivea, Dove & Co. gekauft und fleißig auf meinen Körper geschmiert.

Es muss vor ungefähr 5 Jahren gewesen sein, ich hatte immer noch ziemliche Probleme mit meiner Haut  – mit 25. Irgendwann hört das doch mal auf, oder?

Ich bin in einen Kiehl´s Laden reinspaziert und hab mir für bestimmt 150 € Spezialpflege gekauft. Denn Kiehl´s wirbt mit vertrauenswürdigen Sätzen, die Hochglanzwerbung in diversen Magazinen hat mich zum Kauf überzeugt.

Doch es wurde nicht besser.  Daraufhin besuchte ich codecheck und war geschockt! (Natürlich hat Kiehl´s auch sicherlich Produkte die besser abschneiden, meine Haut kam jedoch nicht damit klar.)

Es waren neben Palmöl viele synthetische Stoffe und somit Mikroplastik enthalten.

Ich schmierte mir Plastik im Wert von 150€ ins Gesicht! Widerlich!

Ab diesem Moment änderte sich für mich alles. Jede einzelne Flasche und Dose im Bad wurde auf dessen Inhaltsstoffe überprüft. Wahnsinn! Selbst wenn meine Haut noch nicht negativ auf die Produkte reagiert hätte  – es wäre sicher nur eine Frage der Zeit gewesen bis schlimmere Nebenwirkungen auftreten.

Woran erkenne ich Plastik in Kosmetik?

Es gibt eine lange Liste mit schädlichen Inhaltsstoffen. Einige führen wir hier mal auf:

  • Acrylate Copolymer (AC)
  • Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Dimethiconol
  • Methicone
  • Polyamide (PA, Nylon)
  • Polyacrylate (PA)
  • Polyethyleneterepthalate (PET)

Der BUND hat einen Einkaufsratgeber erstellt, den du dir auf deren Webseite runterladen kannst.

Welche Folgen hat Plastik in Kosmetik für mich?

Gerade Paraffine, Silikone, Erdölprodukte sind für den Menschen kritisch, da sie nicht verstoffwechselt werden können – es sind Fremdkörper.

Klar, die Haut fühlt sich wahnsinnig gut & weich an. Aber so kann unsere Haut nicht atmen. Die Poren verstopfen, Giftstoffe, Schweiß können nicht so leicht ausgeschieden werden – die Haut wird mit der Zeit trockener.

Nach Untersuchungen der WHO können sich Mineralöle im Körper anreichern und Leberschäden oder entzündliche Reaktionen an Herzklappen verursachen. Auch eine Anreicherung in den Nieren und Lymphknoten kommt vor.

Neben den Silikonen setzen die meisten Hersteller auf PEG´s.(Polyethylenglykol)/PEG-Derivate (PEG-Abkömmlinge, also z.B. PEG-8, ceteareth, steareth, sodium laureth sulfate). Du findest sie als Emulgator in Shampoos, Duschgelen oder Aftershaves. Der Stoff steht in Verdacht neben den Wirkstoffen auch Giftstoffe in den Körper zu transportieren und Schaden anzurichten.

Der Bund hat eine tolle APP erstellt (IOS & Android).

Mit dem ToxFox wirst Du selbst zur Spürnase. Du weißt somit gleich ob ein Produkt schädlich ist oder nicht.

Welche Folgen hat Plastik in Kosmetik für das Meer?

4,8- 12,7 Millionen Tonnen Plastikabfall pro Jahr landen im Meer

Krasse Summe!

Es ist so, Plastik ist da und wird NIE wieder verschwinden.  Es dauert bis zu 600 Jahre! Wenn wir Produkte kaufen oder auch recyceln, wird das nichts an dem Fakt ändern.

So gelangen auch feine Mikroplastikteilchen über unsere Abwässer in die Meere.

Letztendlich ist Mikroplastik eine Gefahr für alle Tiere die im und am Meer leben. Sie verwechseln die Kleinteile mit ihrer Nahrung und verenden daran.

Plastik in Kosmetik
Mikroplastik auf dem Weg ins Meer

Leider sind Kosmetika nur die eine Seite der Medaille. Mit jedem Waschgang gelangen unzählige Fasern von unserer Kleidung in den Wasserkreislauf.

Die Rede ist von synthetischen Fasern sprich Chemiefasern:

  • Tencel / Lyocell (CLY)
  • Polyester (PL, PES, PET)
  • Polyamid (PA)
  • Polyurethan (PU)
  • Polyacryl
  • Elasthan / Lycra

Besonders schädlich sind Fleece- und Microfaser-Fasern, die beim Waschen in den Kreislauf gelangen. Filter haben bisher nicht die Fähigkeit diese Partikel herauszufiltern. Auch Kläranlagen können noch nichts dagegen aussetzen.

Forschungen haben gezeigt, dass pro Waschgang bis zu 1.900 kleine Kunststofffasern in die Abwässer gelangen. Wahnsinn oder?

Mir war das offen gesagt nicht bewusst.

Da muss es doch Filter oder ähnliches von der Industrie geben, um dem ein Ende zu bereiten?!

Das wäre einfacher, als alle Funktionskleidung aus dem Kleiderschrank zu verbannen. Dennoch schadet es nicht, seine Kleidung auf die Materialien zu überprüfen und beim nächsten Kauf eher auf Naturfasern auszuweichen.

Fühlt sich doch eh besser auf der Haut an oder? 😉

Lies auch unseren anderen Artikel zum Thema Mikroplastik.

Was ist eigentlich Mikroplastik? Wie entsteht es?

 

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