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Meeresschildkröten und Plastikmüll

Jeder kann die Meeresschildkröten retten!

Hallo, ihr Plastikrebellen da draußen! 

Mein Name ist Leonie und ich bin 18 Jahre alt. Ich komme aus einem kleinen Ort in Südhessen und das Meer war früher eigentlich nie etwas besonderes für mich. Es war einfach eine riesige Ansammlung von Wasser. Ende.

Doch vor ungefähr einem halben Jahr änderte sich das ziemlich schnell. Ich glaube das Schlüsselereignis war, als ich mit meinem Kurs ein IMAX-Kino besuchte. Wir sahen einen Film mit dem Titel „Wunderwelt Südpazifik“. Zum ersten Mal wurde mir so richtig bewusst, was für eine enorme Artenvielfalt im Meer existierte.

Der Film war sehr positiv und zeigte (leider) nicht die dunkle Seite des Ozeans (noch weitere Filmtipps für Ozeankinder). Immense Massen an Plastik zerstören heute den Lebensraum der Meerestiere und töten diese. Das Wissen, dass Plastik unsere Meere zerstört, hatte ich schon vor dem Film, aber wie faszinierend diese Welt unter der Wasseroberfläche war, hätte ich nie gedacht. Und ab diesem Zeitpunkte war das Meer für mich nicht mehr nur einfach eine riesige Ansammlung an Wasser. Ich hatte das Meer in mein Herz geschlossen. Und umso glücklicher war ich, als ich endlich wieder das Meer sehen durfte.

Foto: Leonie

Mit meinem Freund war ich Anfang des Jahres an der Ostsee und es war ein unglaubliches Gefühl. Diese Weite des Meeres, es ist unbeschreiblich. Das gab mir dann auch den Ansporn in meinem Alltag noch mehr auf Plastikvermeidung zu achten, denn eigentlich war ich noch nie ein Freund von Plastiktüten oder -verpackungen gewesen.

Kosmetika selbst herstellen

Seit dieser Gedankenwende mache ich sowohl mein Shampoo als auch meine Zahnpasta selbst. Immerhin schon mal ein Anfang. Ich weiß, dass es vermutlich ein bisschen dauern wird, bis sich manche Dinge eingeprägt haben. Beispielsweise vergesse ich manchmal beim Einkaufen noch einen Beutel mitzunehmen und musste dann schon oft aufpassen, nichts fallen zu lassen. Naja, kleine Konzentrationsübung für Zwischendurch.

Foto: Leonie

Eines der schönsten Ereignisse seit meiner Kampfansage gegen Plastikmüll war dann als ich an einem freien Tag zu meiner Schwester und meinem Freund meinte, dass wir doch mal in die Natur gehen und Müll sammeln könnten. Wir hatten ja sowieso nichts zu tun, wieso denn Tag nicht sinnvoll nutzen? Meine Schwester und mein Freund waren begeistert und sofort dabei. Und so sammelten wir zu dritt zwei große Müllsäcke voller (größtenteils) Plastik und Glas. Wir wohnen nicht in einer Großstadt, eher auf dem Land in einer kleinen Gemeinde. Und trotzdem war es für uns erschreckend wie viel Müll die Menschen gewissenlos in die Natur werfen.

Nach unserem privaten Mini-CleanUp entdecke ich auch wenige Zeit später Ozeankind und war begeistert. Von dem Konzept und den Aktionen. Ich hoffe, in Zukunft auch mal bei einem großen CleanUp mitmachen zu können oder sogar eines in unserem kleinen Ort zu organisieren.

Mein Lieblingstier – die Meeresschildkröte

Wusstet ihr, dass alle Arten der Meeresschildkröte bedroht sind? Menschen töten sie wegen ihres Fleisches, ihres Panzers oder ihrer Eier. Für einen großen Teil des Aussterbens ist auch die enorme Verschmutzung der Meere verantwortlich.

Ich besitze eine Kette mit einer kleinen, geschnitzten Meerersschildkröte aus Holz. Täglich erinnert sie mich daran, warum ich eigentlich Plastik vermeide, Müll trenne und versuche, auf die Natur zu achten.

Denn jeder kann etwas gegen die Umweltverschmutzung beitragen. Immer wieder schlimm ist es für mich, Leute reden zu hören, die meinen sie alleine könnten sowieso nichts bewegen, wieso es dann erst versuchen?

Dieses Gerede ist schlicht und einfach nicht wahr.

Ein Einzelner kann unglaublich viel bewegen, besonders wenn er sich mit Gleichgesinnten zusammenschließt (wie die CleanUps auch zeigen). Denn gemeinsam ist kein Ziel zu hoch, gemeinsam können wir die Welt verändern!

Alle Fotos stammen von Leonie und sie dürfen hier im Rahmen dieses Berichts veröffentlicht werden.

 

 

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