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Haiprodukte in deutschen Supermärkten

In Supermarkt & Restaurant: Achtung Haiprodukte!

Wusstest Du, dass es auch in Supermärkten, Restaurants und auf Fischmärkten in Deutschland auch Haiprodukte zu kaufen gibt?

Nicht immer erkennt man das auf den ersten Blick – denn für Haifleisch haben sich Industrie und Restaurantbesitzerinnen und -besitzer tolle Namen einfallen lassen.
Leider haben wir kein Bild eines eines Dornhais gefunden, live gesehen haben wir leider auch noch keinen und glücklicherweise konnten wir in den Supermärkten hier bei uns auch keinen finden.
Aber – die Bauchlappen des Dornhais schmecken leider gar nicht mal so schlecht (ja, ich habe ihn früher auch gerne gegessen) – diese Bauchlappen vom Dornhai werden bei uns vielerorts immer noch als “Schillerlocken” verkauft. Dieses Produkt ist wohl das bekannteste Gericht wenn es um Haifleisch geht.

Denn unter dem Begriff “Schillerlocke” verbergen sich die geräucherten Bauchlappen des Dornhais. Der Dornhai lebt in vielen Ozeanen dieser Welt (noch) und ist ein sehr kleiner Hai – er wird maximal einen Meter lang und ist, wen wundert es, leider stark vom Aussterben bedroht. Obwohl es zumindest innerhalb der EU verboten ist, gezielt Dornhai zu fischen, sterben leider doch sehr viele Haie als (willkommener) Beifang oder werden illegal gefischt. Zudem darf Haifleisch in Deutschland noch immer verkauft werden, sofern es denn aus Nicht-EU-Fischerei stammt (ein Skandal, wenn Du uns fragst)

Was ist das Problem?

Das Problem von Dornhaien (und auch von vielen weiteren Haiarten) ist die nur sehr langsame Fortpflanzung. Dornhaie werden erst frühestens mit 10 Jahren (eher später) geschlechtsreif und tragen ihren Nachwuchs fast zwei Jahre im Bauch, bis sie gebären. Nicht zuletzt deshalb wird es, wenn wir so weitermachen, bald keine Dornhaie mehr geben.

Ein weiteres Problem – jedoch eher für uns Menschen – ist die Belastung von Haifleisch mit Methylquecksilber. Bereits 150g davon überschreiten die maximale Menge eines Erwachsenen Menschen um das Zehnfache (Quelle: Dornhai Wikipedia) und sind schlicht und ergreifend einfach gesundheitsgefährdend.

Dornhaie sind jedoch nicht alleine – es gibt weitere Haifleischprodukte im deutschen Handel – sie heißen aber wie anfangs erwähnt nicht Hai, sondern haben tolle andere Namen:

Seeaal oder Meeraal, Steinlachs, Kalbsfisch, Speckfisch, Dornfisch, Karbonadenfisch, Seestör oder Tofuhai – hinter all diesen Produkten verbirgt sich HAI, diese Namen für angeblich existierende Fische sind gehören meist in die Fabelwelt.

Auch in Surimi befindet sich leider teilweise Haifleisch

Surimi besteht aus Muskelfleisch von Fischen, die meistens für sich genommen nicht für den Verzehr geeignet sind und besteht somit häufig aus verschiedenen Fischarten, u.a. eben leider auch Haifleisch. Surimi ist heute in jedem normal sortierten Supermarkt erhältlich. Ozeankinder sollten also künftig verzichten.

Surimi enthält oft Haifleisch

Haifleisch als “ROCK SALMON” manchmal auch in “Fish´n Chips”

Auch in der beliebten britischen Fast-Food Variante “Fish and Chips” befindet sich oft Haifleisch.
Hierbei wird als Bezeichung der Fischart immer wieder “Rock Salmon” verwendet, also “Steinlachs”. Der “Steinlachs” an sich ist keine Fischart, vielmehr werden verschiedene Fischarten immer wieder, oft regional verschieden, als “Steinlachs” bezeichnet. Am Ende des Tages sollte man also immer beim Händler erfragen, wie in Ihrem Fall ein “Steinlachs” aussieht, sprich welchen Steinlachs es heute zum Essen gibt. Am besten gleich ganz drauf verzichten, ist eh ungesund.

Fish and Chips

Haie ersticken bei vollem Bewusstsein und enden als “Delikatesse”

Tja, und dann gibt es da ja auch noch die Restaurants, die Haifleisch als “Delikatesse” verkaufen.

Haifischflossensuppe hat in Asien, insbesondere in China den Ruf, die Männer dieser Welt potenter zu machen, außerdem sollen sie die inneren Organe stärken – der Beweis dafür steht noch aus. Zudem schmeckt diese Suppe, so kann man es überall lesen, generell eigentlich nach NICHTS. Erst die Gewürze und eventuelle Beilagen machen sie zu einem beliebten Gericht, insbesondere als Statusobjekt und für festliche Anlässe.

Wer exportiert/importiert Haifleisch?

Übrigens – etwa ein Drittel der nach Hong Kong (dem Hauptumschlagplatz für Haiflossen auf der ganzen Welt) importierten Haiflossen kommt aus … Europa! Ganz weit vorne sind hier Spanien und Portugal (ein Bericht bspw. über die Azoren und den Haifang findet ihr hier: Azoren-Kampagne Sharkproject). Aber auch Norwegen, Italien, Frankreich und Portugal sind hier mittendrin und voll dabei.

Auch in Deutschland gibt es diese Suppe teilweise noch zu kaufen. Hier bei uns in Düsseldorf beispielsweise kann man Sie bei “China Restaurant Hai Xian” in der Nähe des Bahnhofes bestellen, für 6,80 EUR mit Hühnerfleisch. Es gibt dort also eine Suppe aus Haifischflossen mit Huhn drin – wenn es nicht schon äußerst verwerflich wäre die Haiprodukte zu verwenden, so ist uns die Kombination mit Hühnchen zusätzlich sehr sehr suspekt. Um an die Haifischflossen zu kommen, fangen die freundlichen Fischer also die Haie (oft sind es Blauhaie und Makohaie), schneiden Ihnen bei lebendigem Leib die Flossen ab und werfen sie dann wieder ins Meer, wo die Haie dann zu Boden sinken und qualvoll sterben.

Dies ist vergleichbar mit einer unserer menschlichen Urängste – man kann sich das ungefähr so vorstellen als ob man bei lebendigem Leib begraben wird und erstickt.

Und man hat ein paar Sekunden bis Minuten, in denen man weiß das man gleich stirbt.

Bei Menschen wäre das Mord und bei Haien ist es DAS AUCH!

Und was kannst Du tun?

  • Schillerlocken und Haifischflossensuppe – beide Produkte gehören unserer Ansicht nach eigentlich verboten und Du solltest das keinesfalls essen – nicht nur wegen der Haie, sondern auch weil Haifleisch schlicht und ergreifend giftig ist
  • Bei Surimi aufpassen, aus was das gemacht wurde
  • Bei Fish and Chips immer nachfragen, welche Art Fisch das ist.
    Wenn die Antwort “Rock Salmon” oder ähnlich ist – Finger weg und der Verkäufer sollte sich schämen.
  • Restaurants, die Haifisch anbieten, solltest Du meiden – in Düsseldorf ist das wie oben erwähnt das hier:
    Hai Xian Düsseldorf
  • Du könntest die oben erwähnte Haifischorganisation SHARKPROJECT unterstützen, hier insbesondere bei der Kampagne SCHILLERLOCKE = KILLERLOCKE (mehr Infos hier: Schillerlocke = Killerlocke). Wenn Du irgendwo in Deutschland Schillerlocken siehst, bitte entweder bei schillerlocke(at)sharkproject.org melden oder uns informieren
  • Wenn Du im Urlaub irgendwo Haifischprodukte entdeckst und vielleicht sogar Video- oder Fotomaterial hast, kannst Du uns gerne informieren
  • Wenn Du beobachtest, wie Menschen Haie quälen oder sogar töten und auch davon vielleicht Video- oder Fotomaterial hast, kannst Du uns ebenfalls sehr gerne Bescheid geben

 

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