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Armbänder aus Strandmüll – so schnell wirst du zum Plastikrebell

Armbänder aus Strandmüll.

Dies ist unsere Geschichte von einem halben Wilderer, weißen Haien und Mikroplastik am Pearly Beach. Oder: die Antwort auf die Frage, wieso es bei Ozeankind® nun plötzlich Armbänder aus Strandmüll gibt.

Pearly Beach ist ein wilder Strand an Südafrikas Atlantikküste und liegt genau gegenüber von Dyer Island und Geyser Rock, etwa 200km vom Kap der Guten Hoffnung entfernt. Von hier aus machen sich illegale Fischer Nacht für Nacht auf ihren Weg. Im Dunkeln. Mit einer an der Hüfte befestigten Tasche voller Köder. Schwimmend. Auf der Suche nach Abalonen.

Das Problem: genau zwischen Dyer Island und Geyser Rock befindet sich auch eine kleine Meerenge mit dem gefährlich klingenden Namen „Shark Alley“ – auch bekannt als die Heimat der Weißen Haie Südafrikas.

Im Rahmen unseres ersten Freiwilligen-Projektes haben wir genau hier zwei Wochen lang jeden Tag die Weißen Haie besucht. Wir waren mit Ihnen im Wasser, haben Ihnen in die Augen geschaut, waren Ihnen ganz nah. Während dieser Zeit haben wirversucht dabei zu helfen, den schlechten Ruf der Haie ein wenig zu verbessern.

Es war an einem sonnigen Mittag im August 2017 – ein Tag wie jeder andere. Wie immer liefen wir auf unserem Boot in den Hafen von Gansbaai ein. Doch dieses Mal wurden wir erwartet: von ungewöhnlich vielen anderen Booten, vielen aufgeregte Menschen und einem Krankenwagen. 

Ein weißer Hai folgt seinem Instinkt

Was passiert war, haben wir dann später von unserem Freund und Meeresbiologen Tom erfahren: Einer der Wilderer hatte sich in der Nacht zuvor von Pearly Beach aus auf den Weg gemacht, ist jedoch leider nicht mehr in einem Stück zurückgekehrt. Berufsrisiko nennt man das wohl.

Käfigtauchen Südafrika

Übrigens, dieser Tom ist ein echtes Ozeankind® – weil er ein mindestens genauso großes Problem mit (Plastik-)Müll am Strand oder im Ozean hat wie wir und es ständig aufsammeln muss. Und weil er jeden einzelnen weißen Hai in der Gegend mit Namen kennt. 

Am gleichen Abend vor dem Kaminfeuer in unserem Gemeinschaftsraum fragte Tom: „Habt Ihr nicht Bock, morgen am Pearly Beach ein bisschen aufzuräumen? Dort liegt immer unfassbar viel Mikroplastik!“

Hallo?! Sowas muss man uns nicht fragen, wir müssen nur wissen wann es losgeht und sind im Normalfall ein paar Minuten vorher da. Es war ja auch nicht unser erstes CleanUp hier in Südafrika!

Als es dann am Tag danach losging, waren wir nicht nur zu Dritt! Tom hatte noch ein paar Freunde (und einen Hund) organisiert und mit vereinten Kräften, ausgestattet mit Säcken, Eimern und Küchensieben machten wir uns an die Arbeit. Erst dann fiel es uns wieder ein, wo wir nun Mikroplastik sammeln wollten: Pearly Beach. Abalonen. Weiße Haie. Ein toter Mensch.

Die Vision Armbänder aus Strandmüll

Einer von Tom´s Freunden war ein Kerl namens André. Während wir so im Sand knieten und kleine Mikroplastikteilchen aufsammeln, kommen wir so ins Gespräch und erzählen uns gegenseitig von unseren Projekten.

Mikroplastik clean up Aktion Südafrika

 Wir erzählen ihm von Ozeankind, von unserer Mission, unserer Vision – und André erzählt uns was von 7seasrope und Armbändern aus Strandmüll.

Armbänder aus alten Seilen, Anker oder Bootsleinen? Und wir wollten doch bald unseren Ozeankind®-Shop launchen – das klang interessant! Wenn die Dinger jetzt noch gut aussehen …

Tja, als wir diese „Dinger“ dann am nächsten Tag live und in Farbe in den Händen hatten und sie so an unseren Handgelenken bewundert haben, haben wir entschieden – DIE brauchen wir. Zusätzlich zu den beiden Exemplaren an unsere Handgelenken brauchen wir vor allem mehr davon! UNBEDINGT.

Wenige Wochen später kam ein großes Paket aus Südafrika. Wir haben sie also wirklich importiert und Ihr könnt Sie nun in unserem Ozeankind®-Shop kaufen.

Die Tatsache, dass Ozeankind® nun der einzige deutsche Online-Shop ist, bei dem man die Bänder kaufen kann ist nur deshalb zustande gekommen, weil wir bei einem Mikroplastik-CleanUp in Südafrika an einem Strand einen Typen kennen gelernt haben, der ebenfalls eine Vision hat und so seinen Teil zum Schutz des Ozeans beiträgt.

Über 7seasrope – die die Armbänder aus Strandmüll herstellen

7seasrope stellt Armbänder her. Doch sind es nicht irgendwelche Armbänder, vielmehr bestehen die Armbänder von 7seasrope aus alten Seilen und Leinen, gefunden an den Stränden Südafrikas. Sie bestehen aus Müll. Upcycling lautet hier das Stichwort.

Armbänder aus Strandmüll

Jedes Armband ist ein Einzelstück und wird in Handarbeit hergestellt – selbst der kleine Holz-Anhänger mit dem Schriftzug der Company wird noch in Südafrika aus Holzreste gefertigt. 

Die Bänder von 7seasrope aus Südafrika sehen unserer Meinung nicht nur verdammt cool aus, sondern mit jedem Band unterstützt Du automatisch die Arbeit von 7seasrope – 100% der Gewinne, die André und sein Team erzielen, fließen in nachhaltige Projekte in Südafrika.

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