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5 Fragen an – SoulcoverCo

SoulcoverCo eine Lifestyle-Brand für Reisende mit grünem Herz.

Heute im Interview: 2 junge, motivierte, Reiseverrückte aus dem Schwabenland. Die beiden waren jedes Mal sehr engagiert dabei, wenn wir zum Plastikrebell® CleanUp aufgerufen haben. Egal von wo, sie haben mit anderen zusammen Müll gesammelt. Doch heute geht es ausnahmsweise mal nicht um Plastikmüll, sondern um SoulcoverCo. Viel Spaß bei einer neuen Folge von “5 Fragen an”.

Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung.

1. Stellt Euch doch mal kurz vor! Wer seid ihr und was ist SoulcoverCo?

Hi, wir sind Janine und Dennis, beide 26 Jahre alt und kommen aus dem schönen Schwabenländle. Wir sind seit 6 Jahren ein Paar, lieben es zu reisen, unsere Komfortzonen zu verlassen und neue Kulturen zu entdecken. Wir sind zwei verrückte Weltenbummler, die eine Lifestyle-Brand für Reisende mit grünem Herz ins Leben gerufen haben – SoulcoverCo.

Bei uns findest du nachhaltige, faire und individuelle Produkte für Reisende, Abenteurer und Weltenbummler. Alle Designs sind Natur- oder Reiseinspiriert und werden von uns selbst gemacht, genauso wie die Produkte von Hand veredelt werden. Die Produkte sind nicht nur nachhaltig hergestellt, für jedes gekaufte Produkt wird zusätzlich ein Baum gepflanzt und die Produkte werden mit viel Liebe plastikfrei verpackt und versendet – seit neustem sogar in kompostierbarer Verpackung.

2. Wie seid ihr zu dem Schritt gekommen ein eigenes, nachhaltiges Modelabel zu kreieren? Welche Herausforderungen bringt es evtl. auch mit sich?

Dennis großer Traum war es schon immer ein eigenes, individuelles Modelabel zu gründen. Da Dennis kein Fan von großen Worten, sondern Taten ist, hat er von heute auf morgen das Label gegründet.

Beim Gründungsprozess haben wir uns dann intensiv mit der Thematik Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. Welche Produkte sind für uns geeignet? Was passt zu uns? Was wollen wir raus in die Welt geben?

Die ersten coolen Shirts waren schnell gefunden, aber dann sind wir tiefer in die Materie eingestiegen. Was ist der Unterschied zwischen Baumwolle und Bio-Baumwolle, was ist Polyester und Co.?

Dabei sind wir auf folgendes gestoßen: „Schätzungsweise sterben 20.000 Menschen jährlich beim Baumwollanbau an den Folgen einer Pestizidvergiftung“, „das im Polyester enthaltene Mikroplastik verschmutzt Gewässer weltweit“, „die Textilindustrie ist der zweit größte Umweltverschmutzer nach der Erdölindustrie“.

Für uns war das wie ein Wake-Up-Call und dann stand fest: wenn wir unser eigenes Ding machen, dann wollen wir ganz getreu dem Motto „be the change you want to see in the world“, anders machen und coole Produkte herstellen, die man mit gutem Gewissen tragen kann.

Ein nachhaltiges Modelabel bringt natürlich einige Herausforderungen mit sich. Die zwei größten Herausforderungen sind Preise und geeignete Hersteller zu finden. Beispielsweise ist die Herstellung von Bio-Baumwolle sehr viel aufwendiger als die von herkömmlicher, was sich natürlich auch im Preis widerspiegelt.

30€ für ein T-Shirt zu zahlen ist nicht für jeden selbstverständlich, es gibt immer noch viele die sich für diesen Preis lieber eine ganze Tüte voller Shirts im Discounter holen und eine Chemiekeule auf der Haut tragen.

Allerdings muss man sagen muss, dass in der Hinsicht einiges getan hat. In den letzten zwei Jahren hat sich der Markt für nachhaltige und faire Mode stark zum besseren entwickelt und das Bewusstsein für ökologisch hergestellte Produkte wird immer größer.

3. Was bedeutet Nachhaltigkeit für Euch im persönlichen Alltag?

Das heißt für uns, dass wir versuchen die Umwelt soweit es für uns möglich ist, so wenig wie möglich zu belasten. Sei es durch eine vegetarische Ernährung, unverpackte Lebensmittel lokal zu kaufen, nachhaltig hergestellte Produkte (Metallstrohhalme, feste Seifen, Einkaufstaschen, etc.)  zu verwenden, den Müll soweit es geht zu vermeiden oder kleine Unternehmen zu unterstützen.

4. Ihr seid ja auch viel in der Welt unterwegs, an welchem Ort (oder welche Situation) ist Euch das globale Plastikmüllproblem so richtig bewusst geworden?

Ein Schlüsselmoment zum Plastikproblem hatten wir aber zum Beispiel in Santa Marta, Kolumbien. Hier ist uns klargeworden, dass das Plastikproblem noch viel tiefer geht als wir angenommen haben.

An dem Tag haben wir beim Plastikrebell® Clean-Up mitgemacht und waren am Stadtstrand unterwegs um Müll zu sammeln. Nach 30 Minuten hatten wir schon ca. 5 Kilo zusammen. Santa Marta ist nicht gerade für Sauberkeit bekannt. Aber die Stadt hatte zu diesem Zeitpunkt noch ein ganz anders Problem: gerade waren viele Flüchtlinge aus Venezuela vor Ort, die mit offenen Wunden am Straßenrand lagen, kein Geld für Essen und Trinken hatten.

Während wir die Chips Tüten, Strohhalme, Plastikflaschen und mehr aufhoben, sahen wir gequälte Gesichtsausdrücke am Straßenrand. Das Geld reicht gerade für eine Chips Tüte. Nachdem Verzehr wird die Tüte wieder auf den Boden geschmissen. Indem Moment als wir die Tüte wieder aufgehoben haben, waren wir aber nicht wütend oder sauer, sondern hatten tiefes Mitgefühl. Die Menschen waren einfach mit dem „Überlebenskampf“ beschäftigt und konnten sich nicht um die Plastikthematik kümmern.

Dass wir in Santa Marta Plastik gesammelt haben, das ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. An diesem Tag wurde uns aber klar, dass es noch viel mehr zu tun gibt um das Plastikproblem zu lösen.

5. Wenn ihr eine Sache sofort ändern könntet die Eure persönliche Welt verbessert, was wäre es?

Wenn wir eine Sache ändern könnten, dann wäre das einfach nur, dass jeder sich ein bisschen mehr bewusst über seinen Konsum und sein Handeln wird und darüber nachdenkt, welche Auswirkungen sein Handeln hat. Und dabei meinen wir nur kleine Dinge wie zum Beispiel einen Korb zum Einkaufen mitnehmen, anstatt die Plastiktüte vom Einkaufsladen zu nutzen. Wenn jeder einfach nur ein bisschen bewusster wird und über seine eigenen Handlungen nachdenkt, dann können wir die Welt gemeinsam Schritt für Schritt zu einem besseren Ort machen.

Wenn Du jetzt neugierig auf die Produkte geworden, suche doch mal nach Soulcover.

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